L'IMAGE GmbH

 
Rufe uns an unter:
+49 (0)821 455 970 0
 

Newsletter Anmeldung

News

Augsburger Allgemeine: Mit ihren Köpfen setzen sie sich durch
31.08.2016

Augsburger Allgemeine: Mit ihren Köpfen setzen sie sich durch

Mit ihren Köpfen setzen sie sich durch

Gabriele und Adina Bürger sind mit ihrer Firma „L’IMAGE“ in Täfertingen weltweit erfolgreich. Sie vertreiben Haarschneideübungsköpfe für die Kosmetik- und Friseurwelt (Von Frederik Haug)

Zeigt her Eure Köpfe! Adina und Gabriele Bürger (rechts) liefern ihre Friseur-Übungsköpfe in die ganze Welt. Ihre Firma sitzt in Täfertingen.Foto: Andreas Lode
Sie heißen „Angelina“, „Nico“, „Franz“ oder „Max“ und bestechen durch eine große Vielfalt: Langes oder kurzes Haar, blond oder brünett, mit Bart oder ohne, weiblich oder männlich. Es geht um Köpfe. Genauer gesagt Haarschneideübungsköpfe Dieses ausgefallene Produkt vertreibt das in Täfertingen ansässige Familienunternehmen „L’Image“. Dahinter verbergen sich vor allem Gabriele und Adina Bürger, Mutter und Tochter, die mittlerweile ihre Übungsköpfe in die ganze Welt verkaufen.

Mit 17000 Kunden gehört das Unternehmen zu den weltweit führenden in der Branche. Mit ihren Köpfen arbeiten Friseure in Jordanien wie in Düsseldorf. Der 11 Mitarbeiter umfassende Betrieb hat Verträge mit Kosmetik-Konzernen wie L’Oréal, Schwarzkopf oder Wella, beliefert Friseursalons, Handwerkskammern und Meisterschulen. Friseur-Lehrlinge brauchen unter anderem die Köpfe, um die Techniken zu erlernen. Verwendet werden die Köpfe jedoch vor allem in Seminaren, um neue Haarfaren, -produkte und -schnitte zu testen.

Dabei fing alles ganz beschaulich an. 1990 beschloss die junge zweifache Mutter und Friseurmeisterin Gabriele Bürger, ihre bisherige Lehrtätigkeit in einer Berufsschule an den Nagel zu hängen und sich stattdessen etwas zu suchen, dass es ihr leichter ermöglicht, Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. „Ich wollte schon in der fünften Klasse Friseurin werden und bin es noch immer gerne“, meint Gabriele Bürger.

Inspiriert von einem Produktkatalog, den ihr Mann von einer Reise aus Hongkong mitbrachte, kaufte sie sich unbedarft für damals 6000 Mark 500 der Übungsköpfe, um sie in Deutschland zu vertreiben. Mittlerweile beläuft sich die jährliche „Kopfquote“ auf 150000, bei 56 verschiedenen Modellen. „Das hat sich alles ganz langsam entwickelt“, meint Gabriele Bürger, die nun auf eine über 25-jährige Präsenz in der Branche zurückblicken kann.

Wer sich schon mal die Frage gestellt hat, woher die schicken Köpfe in den Friseursalons stammen, bekommt nun die Antwort. „L’Image“ wirkt als Importeur und Großhändler. Die Köpfe an sich werden in Asien produziert. Wichtig ist vor allem, dass es sich bei den verwendeten Haaren um Echthaar handelt. Nur das wird den Anforderungen gerecht. Das Echthaar stammt hauptsächlich aus Indien. Es handelt sich dabei um Tempelhaar, das aus religiösen Motiven zeremoniell abgeschnitten und von dortigen Händlern verkauft wird. Teilweise wird auch chinesisches Haar verwendet, das professionelle Haarhändler aufkaufen. „L’Image“ hat lediglich einen Kopf mit europäischem Haar im Angebot. Zunehmend wird aber auch asiatisches Rinderhaar verwendet. Nächster Zwischenstopp in der Produktionskette ist China, wo das Haar veredelt, europäischem Haar angepasst und anschließend in PVC implantiert wird. Erst dann gelangen die Köpfe per Spediteur nach Täfertingen. Dort werden sie separat verpackt und an die jeweiligen Kunden versandt. „Wir verschicken am Tag zwischen 30 und 60 Pakete“, sagt Adina Bürger, die den Betrieb in wenigen Jahren übernehmen wird.

Man merkt schnell, worauf es den beiden Unternehmerinnen ankommt, nämlich Kreativität. Besonders ist an ihrer Firma nicht nur das Produkt, sondern auch dessen Vermarktung. Das fing schon zu Beginn von „L’Image“ an, als Gabriele Bürger die Idee hatte, ihre Produkte anstatt in einem Katalog auf Spielkarten ihren Kunden vorzustellen. Seitdem ist es ein Markenzeichen der Bürgers, ungewöhnliche Wege der Darstellung zu wählen. Vom Briefumschlag bis zur Gestaltung des Messestands merke man sofort, mit wem man es zu tun hat. „Unser Katalog soll einfach anders sein, zum Spielen. Wir wollen den Kunden etwas mitgeben“, meint Gabriele Bürger, die auch schon als Make-Up-Artist an Filmsets in Berlin und im Stadttheater Augsburg tätig war. Und so lassen sie sich auch immer wieder etwas Neues einfallen. Zum Beispiel einen kopfförmigen Blumentopf zu ihrer 25-Jahr-Feier.

Glück, eine Marktlücke und nicht zuletzt harte Arbeit – das sei das Erfolgsrezept von „L‘Image“, so Gabriele Bürger. In die Beauty-Branche sind Mutter und Tochter nach wie vor sehr verliebt. Adina Bürger sagt: „Man trifft dort einfach tolle, kreative und tolerante Menschen. Die Branche ist kunterbunt.“

Bildquelle: Augsburger Allgemeine, Andreas Lode

Downloads:

Newsletter Anmeldung