Geschichte

L’Image verdreht jedem den Kopf

Seit über 30 Jahren stellt L’Image mit unkonventioneller Art die Friseurbranche „auf den Kopf“. Im Jahr 1990 gründete Gabriele Bürger ein Kleingewerbe mit 500 Trainingsköpfen in ihrer privaten Garage in Augsburg. Damals wollte sich die Friseurmeisterin während ihrer Elternzeit ein zweites Standbein aufbauen und traf damit direkt ins Schwarze.
Mit dem einstigen Nischenprodukt entwickelte sich ein bemerkenswerter Erfolg: 15 Mitarbeiter, 200.000 verschickte Produkte an mehr als 20.000 Kunden im Jahr sprechen für sich. L’Image ist im deutschsprachigen Raum Marktführer bei Übungsköpfen und kann die größte Produktvielfalt an Trainingsmedien weltweit anbieten – insgesamt über 60 unterschiedliche Modelle. Zu den zahlreichen Kunden weltweit kamen jüngst auch die Distributionen in Australien, Russland, Armenien, Weißrussland, Azerbaijan, Kasachstan, Litauen, Georgien und Serbien dazu. Die Herstellung der Echthaarköpfe selbst ist ebenso international: Die Haare werden in Indien aus religiösen Gründen gespendet und dann in China von Hand auf den Puppenkopf implantiert.

Die hochwertigen Trainingsmedien gibt es in allen erdenklichen Variationen: Lange und kurze Haare, mit Wirbel, vollbärtig, blond, braun, grau oder schwarz. Flusen im Kopf? Aber nein, die Köpfe aus PVC werden mit PU Schaum aufgefüllt. Bis der Schneidekopf im Augsburger Lager ankommt, kann es bis zu drei oder vier Monate dauern. Grund dafür sind die aufwendige Produktionszeit und der anschließende Transport über Schiff, Zug und LKW sowie die Verzollung am Hamburger Hafen und der Nachlauf nach Augsburg.

Die Übungsmedien lassen sich schneiden, färben, stecken, wickeln und wellen. Man muss sich keinen Kopf machen: Sachgerecht gepflegt übersteht ein Trainingskopf problemlos die ganze Ausbildungszeit. In Video-Tutorials zeigen deutsche Top-Friseure verschiedene Techniken, die mit den Haarköpfen möglich sind. Die Championköpfe kommen regelmäßig bei Deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften zum Einsatz, an denen sie sich oft die Medaille umhängen dürfen. Der neueste Clou der Marke ist ein High-End-Kopf speziell für Blogger und Influencer oder das bewegliche Ohr, um dahinter auch einmal eine Haarsträhne ablegen zu können.
Bei Neuentwicklungen ist L’Image in ständiger Rücksprache mit Trainern aus Akademien oder Friseurschulen. Vor allem mit L’OREAL, WELLA, Paul Mitchell und Co. genießt das Unternehmen eine enge und langjährige Freundschaft.

2018 übernahm Adina Alt (geborene Bürger) die Firma ihrer Mutter. Die Gründerin Gabriele Bürger will sich von nun an komplett der Kunst widmen. Adina Alt führt das Unternehmen seitdem mit der gleichen Leidenschaft und neuen, frischen Ideen weiter. Ihr Credo lautet „Man kann niemanden überholen, wenn man in dessen Fußstapfen tritt.“ Die passionierte Sängerin mit eigener Band ist von Kopf bis Fuß für diesen Beruf ausgebildet. Sie setzte sich in den Kopf, das Familienunternehmen einmal zu übernehmen und ließ sich dafür zur Friseurin ausbilden. Außerdem absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung für den Großhandel mit Ausbilderschein in der hauseigenen Firma. Aber nicht nur das: Sie gründete eine eigene GmbH! Zusammen mit dem Friseurmeister Marco Arena entwickelt sie besondere Tools, spezielle Bürsten, Kämme und Pinboxen. Seit über 10 Jahren werden die Produkte über den L’Image Webshop, im Friseurgroßhandel, auf Messen oder direkt bei der Marco Arena Tools GmbH vertrieben.

Adina Alt achtet penibel auf die Qualität der Haare, um die Anforderungen von Industrie und Schulen über Großhändlern und Unternehmern bis hin zum Azubi und Meisterschüler zu erfüllen. Mit auffallenden Marketingkampagnen, ungewöhnlichem Merchandise auf Messen und einem modernen Onlineauftritt rückt die Geschäftsführerin die Trainingsköpfe immer wieder in ein neues Licht. Unter einer modernen Führung lebt sie eine harmonische Unternehmenskultur, um für ihre Mitarbeiter das bestmögliche Arbeitsumfeld zu schaffen. Dafür ist zum Beispiel die Erweiterung der Büroräumlichkeiten mit ergonomischen Arbeitsplätzen und modernster Technik geplant. Außerdem bringt die Chefin ihrem Team eine besondere Wertschätzung entgegen: Die Echthaarköpfe sind nach den langjährigen Angestellten benannt.

Adina Alt beweist auch in Sachen Nachhaltigkeit Köpf(ch)en. Ihr ist bewusst, dass ein ausgedienter Schneidekopf leider im Restmüll landet. Die Neuaufbereitung wäre viel zu aufwändig. Deswegen liegt ihr der ökologische Fußabdruck besonders am Herzen: Nicht mehr benutzte Trainingsköpfe werden an soziale Projekte für Friseure im Ausland gespendet und seit 2019 werden die Übungsköpfe nur noch in Tüten aus recycelbarem Polypropylen verpackt. Auch mit der Entwicklung des nachhaltigen Proteinhaars schaut man in die Zukunft.

Please choose your language

Español Español
Français Français
Italiano Italiano
English English
Deutsch Deutsch